Schnauze voll

Heute verkrieche ich mich einmal wieder mehr in meinen Blog. Die Ecke, in die ich mich immer zurückziehe, wenn mir die große Welt da draußen gerade mal wieder mächtig auf den Sack geht.

Blicke ich zurück auf die letzten Wochen, sollte man eigentlich meinen, ich hätte genug Dreck gefressen und dürfte endlich einmal ein klitzekleines Stückchen von diesem “Glück” abbekommen.

Aber nichts was wirklich mal in eine vernünftige Richtung läuft! Im Gegenteil. Den besten Freund verloren und letztlich auch selbst an Stellen versagt, an denen man es sich selbst niemals hätte vorstellen können.

Da war sie also wieder, diese Realität, die dir brutalst deine Grenzen zeigt und dich in eine Gefühlswelt zurück katapultiert, mit der du nicht wirklich angemessen umgehen kannst und die du schlicht und ergreifend langsam nicht mehr erleben willst!

Momente in der dir jegliche Nähe nur noch zur Last wird, du wieder einmal nicht mehr weißt, was du überhaupt noch denken, geschweige denn fühlen sollst. Momente in denen du machen kannst was du willst und unter Garantie wartet in jeder erdenklichen Ecke jemand darauf dich genau dafür zu verurteilen. Momente, in denen du dich nicht nur einmal fragst, was du auf diesem Planeten eigentlich verloren hast außer als schlechtes Beispiel zu fungieren.

Du triffst in einem, für dich selbst sonnenklaren Abschnitt deines Lebens Entscheidungen, für die du nun verurteilt und rücklings an die Wand gestellt wirst.

Fast ist es so, als gäbe man dir ein Feuerzeug in die Hand und den Auftrag ein Feuer zu entzünden um dich danach genau dafür zu verurteilen, dass es nun brennt.

Anstatt endlich etwas zu lernen und Ruhe in diese gottverdammte Kiste bringen, wird bewusst oder unbewusst alles unternommen, die üblichen Verdächtigen in Stellung zu bringen. Die ihrerseits warten nur auf ein gefundenes Fressen, auf ein Zeichen, um endlich wieder loszuschlagen. Hat sich das manifestierte Feindbild doch schon viel zu lange vollkommen atypisch verhalten und keine Steilvorlage geliefert. Da musste ja was nicht stimmen und da wird ja jeder auch nur vage Verdacht in diese Richtung dankend angenommen.

Schließlich ist ja nichts einfacher, als sich ohne Kenntnis der tatsächlichen Situation eine Meinung zu bilden und natürlich Kraft des eigenen Status als selbsternannte “Elite” auch nur diese als die einzig wahre zu akzeptieren. Zuerst einmal in Ruhe nachdenken? Fehlanzeige! Wozu auch!

Bevor du dich versiehst, bist du wieder einmal der, der als Verlierer, als der Buhmann aus einer Sache hervorgeht. Selbst dazu verdammt, diesem Standgericht beizuwohnen, unfähig zu handeln und ohne auch nur die Chance einzugreifen oder gar irgendetwas zu retten. Du schaust seelenruhig auf die brennende Zündschnur und wartest auf den sicheren Knall.

Soviel zum Thema die Welt auf Twitter ist so friedlich und wir sind ja alle die Tollsten und Besten! Wir sind die Krone der Schöpfung und niemand kann uns das Wasser reichen. Wirklich? Okay. Mancher hat da wohl schon seit Jahren den eigenen Spiegel verhängt und betet seither eine Büste seines eigenen, übersteigerten Egos an aber irgendwann ist es dann eben auch einfach mal gut.

Ich für meinen Teil habe die Schnauze jedenfalls wieder einmal gestrichen voll und wenn ich im Moment etwas wirklich bereue, dann den Zeitpunkt verpasst zu haben, aus dieser schönen, verlogenen Online-Welt zu verschwinden und die, die mir wirklich wichtig sind mitzunehmen und ein glückliches Leben außerhalb dieses Konglomerats zu führen.

Ob’s mir jetzt besser geht? Nein! Aber wenn ich eines gelernt habe, dann das, dass ich künftig unter Garantie nicht mehr schweigen werde, wenn mir etwas gegen den Strich geht und mich verletzt.

Die Richtigen werden mich verstehen und dem Rest steht es frei die Hölle auf eigenen Füßen zu verlassen. Eigentlich doch ganz einfach und fair oder?

In diesem Sinne…

2 Kommentare zu Schnauze voll

  1. Kannste aber doch mal sehen, dass dich einige vermisst haben. Ich z.B.
    Ich staune ja immer wieder, welche merkwürdigen Gestalten der eine oder andere bei sich mitlesen lässt. Ich glaub, da hab ich es einfacher, weil mein Account geschützt ist. Und das ist auch gut so. Wer nicht pariert, der fliegt.

    Und was die Elite betrifft… Ich hab die Elite. Und du bist einer davon. #ausgründen

    Ich drück dich.

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